Liebe Pakhi, da ist etwas in mir, das ganz fürchterlich vor dem Tod Angst hat. Was du schreibst, klingt so schön, doch ich fürchte mich trotzdem. Was soll ich machen? Gruß.

 

Liebe Freundin,

dass du Angst vor dem Tod hast, ist ganz normal unter den Umständen, in denen wir alle leben. Überall, von allen Seiten, bewusst und unbewusst, direkt und indirekt wird uns erzählt, vermittelt, gezeigt, es wird auch davor gewarnt, es werden uns die Schrecken des Todes in schillerndsten Farben eingeredet.

Es gehört sozusagen zu unserer Kultur dazu, dass wir Todesangst haben. Das ganze Klima um uns herum ist so. Wir werden mit einer intensiven und tiefen Negativität in Bezug auf den Tod geprägt und das von allen Seiten.

Diese Negativität hat mehrere Gründe. Einmal sagt uns unsere Religion, dass Sterben Leiden bedeutet, das sieht man schon am leidenden Christus.

Aber ein weiterer Grund ist, dass wir den Tod immer nur von anderen kennen. Wir sehen, wie jemand, der schön und stark war, verwelkt wie ein Herbstblatt. Wie er immer weniger wird, vielleicht auch Schmerzen hat und dann plötzlich ist da nur noch der tote Körper, eine blasse Leiche, die eigenartig fremd wirkt.

Bei der Gelegenheit empfehle ich dir auch auf meine Seite „Bilder von Verstorbenen“ zu gehen und dir genau die toten Körper anzuschauen, die dort zu sehen sind.

Wir sehen den Tod nur von außen und da ist er angstmachend. Wenn wir allerdings auf diejenigen hören, die in ihrer Meditation über den Tod hinaus gegangen sind, oder wenn wir auch auf diejenigen hören, die Nahtod-Erfahrungen gemacht haben, dann müssen wir unsere Todesangst loslassen.

Denn alle ihre Berichte sind ähnlich: Sie sprechen davon, dass der Tod etwas Schönes, Erhabenes, Erfüllendes ist.

Deine Angst vor dem Tod liegt also meines Erachtens, liebe Freundin, erstens daran, dass du auf die falschen Leute hörst. Lies mehr über Nahtod-Erfahrungen oder/und Meditation und du wirst eine ganz neue Perspektive gewinnen über den Tod.

Und zweitens liegt deine Angst darin, dass du keine Erfahrungen hast in Bezug auf den Tod. Und so bist du den Meinungen der Leute um dich herum ausgeliefert, weil du selbst so unerfahren bist. Mache Erfahrungen!

In jedem meiner Bücher gibt es ein Kapitel, in dem ich viele Meditationen und spielerische Übungen vorstelle, wie man sich am besten dem Tod stellen kann, der jeden Moment kommen kann. Lies dieses Kapitel und fange an, dich dem Tod zu stellen.

Du wirst deine eigenen Erfahrungen machen und diese werden dir langsam, langsam die Angst vor dem Tod nehmen. Sie werden dir helfen, mehr und mehr zu entspannen. Auch mit dem schwierigen Thema des Sterbens. Es ist eine Herausforderung, doch es lohnt sich, sie anzunehmen.

Und dann will ich dir noch etwas empfehlen, was dir helfen könnte: Hypnose. Wir sind alle tief in unserem Unterbewusstsein negativ geprägt und diese Prägungen gilt es umzudrehen zu konstruktiven Lebensweisen.

Hypnose ist da sehr wertvoll, sehr hilfreich. Im Internet gibt es bestimmt seriöse Adressen und falls du mit CDs zufrieden wärst, könnte ich dir ein paar nennen. (In beiden Büchern stehen auch ein paar.)

Nun hoffe ich, ich konnte dir ein paar Anregungen geben.

Einen lieben Gruß an dich
von
Pakhi

Pakhi
Pakhi
hat Erfahrung in Meditation, ist Altenpflegerin und das Thema Sterben liegt ihr am Herzen